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Nuklearmedizin

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Die Nuklearmedizin dient der Untersuchung von Organfunktionen. Während die radiologischen Untersuchungen Röntgenstrahlung benötigen, die von außen auf den Patienten trifft, um Bilder zu erzeugen, wird in der Nuklearmedizin das in einer kleinen Menge Flüssigkeit gelöste Radiopharmakon (Stoff, der unter Aussendung von Radioaktivität zerfällt) in die Vene gespritzt und die Einlagerung in den Organen mittels einer Gammakamera gemessen. Das Bild, das entsteht, nennt man Szintigramm.

 

Ist die Untersuchung gefährlich?

Nebenwirkungen sind bei den verabreichten Substanzen in der Regel nicht zu bemerken.

Das meist verwendete Radiopharmakon hat eine Halbwertszeit von etwa 6 Stunden, somit ist nach dieser Zeit die Hälfte zerfallen, durch die Ausscheidungsfunktion des Körpers wird außerdem die radioaktive Belastung weiter minimiert. Zudem wird die Aktivitätsmenge sehr klein gehalten, so dass eine nachteilige Wirkung der nur kurz auf den Organismus wirkenden Strahlung nicht zu befürchten ist. Nach einer nuklearmedizinischen Untersuchung ist auch der normale Umgang mit der Familie oder Freunden uneingeschränkt möglich.

 

Welche Untersuchungen bieten wir an:

Schilddrüsendiagnostik (Sonographie, Szintigraphie, Labor)

 

Wie läuft eine Untersuchung ab?

Entsprechend der Fragestellung wird ein geeignetes Radiopharmakon in die Vene gespritzt. Danach muss sich dieses im Organismus verteilen bzw. in dem zu untersuchenden Organ anreichern.

Danach wird der Patient entweder vor der Gammakamera platziert. Die Gammakamera wird eng am Patienten positioniert, um eine optimale Darstellung der aufzunehmenden radioaktiven Zerfälle im Körper des Menschen zu gewährleisten.

Die Untersuchungszeit ist abhängig von der Fragestellung und dauert bis zu einer halben Stunde.

Bei der Schilddrüsenuntersuchung werden meist zusätzliche Untersuchungen wie eine Sonographie (Ultraschall) durchgeführt. Auch Blutentnahmen können erforderlich sein.

 

Vorbereitung auf den Untersuchungstag:

Für eine Schilddrüsenuntersuchung sollten am Untersuchungstag keine Schilddrüsenmedikamente eingenommen werden.

Die Untersuchungen können auch nach Mahlzeiten erfolgen.

Wichtig ist, dass der Patient bereits vor, aber auch nach der Untersuchung genügend Flüssigkeit zu sich nimmt, um das verabreichte Radiopharmakon wieder problemlos über die Niere auszuscheiden.