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Physikalische und Rehabilitative Medizin

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Die Physikalische und Rehabilitative Medizin (Abkürzung PRM) ist in Deutschland seit 1992 eine eigenständige Facharztbezeichnung mit einer fünfjährigen Dauer und entsprechend genau vorgeschriebenen Weiterbildungsinhalten. Derzeit gibt es in der Bundesrepublik Deutschland etwa 2400 Fachärzte für PRM.

Im Vordergrund steht dabei die Denkweise der ICF (International Classification of Functioning, Disability and Health) der WHO (Weltgesundheitsorganisation).

Zu den Aufgaben dieser Fachärzte zählen:

  • Funktionsdiagnostik, direkte ärztliche Therapie, z.B. Chirotherapie oder Injektionen, sowie Verordnung von Maßnahmen der Physikalischen Therapie: hierzu zählen Krankengymnastik, Sporttherapie, Medizinische Trainingstherapie, Manuelle Therapie, Massagetherapie, Ergotherapie, Reizstromtherapie, Inhalationstherapie, Wärme- und Kältetherapie sowie weitere Behandlungsmöglichkeiten.
  • Abklärung des individuellen Rehabilitationsbedarfs mit Auswahl der geeigneten Therapieformen, einschließlich orthopädietechnischer Hilfsmittel
  • Einleitung und/oder Durchführung von ambulanten oder stationären Rehabilitationsmaßnahmen zur Verbesserung gestörter körperlicher Funktionen oder zum Erhalt der Leistungsfähigkeit mit dem Ziel die bestmögliche Integration in die Gesellschaft zu erreichen oder zu erhalten

Ideal wäre in dieser Hinsicht der präventive Ansatz, also die Verhinderung von Krankheit oder im funktionalen Sinn der Schutz vor Behinderung bevor sie manifest werden.
Tatsächlich wird meist jedoch mit folgenden Zielen gearbeitet:

  • kurative Strategie: Schädigungen, gestörte Körperfunktionen oder veränderte Körperstrukturen werden nach den aktuellen medizinischen Prinzipien meist fachübergreifend behandelt
  • rehabilitative Strategie: hier liegt der Schwerpunkt bei der Wiederherstellung und/oder Teilkompensation von Aktivitäten oder bei der individuellen Anpassung an körperliche/geistige/psychische Beeinträchtigungen im Sinne der gesamten Funktionsfähigkeit eines Menschen einschließlich seiner Stellung in der Gesellschaft