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Chirotherapie

„Ich müsste mal wieder zum Renken gehen“: Das sagt so mancher, der die Hilfe eines Chirotherapeutens benötigt. Tatsächlich liegt der Ursprung der Chirotherapie in der Wiederherstellung der Beweglichkeit von Wirbel-Gelenken und der so genannten peripheren Gelenke, zu denen zum Beispiel das Schultergelenk gehört. Und bei deren Behandlung durch einen Chirotherapeuten kann es durchaus auch mal ein Knack-Geräusch geben.

Die Chirotherapie bewegt sich allerdings auf einem viel weiteren Feld als dem bloßen „Renken“. Um Gelenke zu mobilisieren, werden auch weichere Techniken angewandt – zum Beispiel sanfte Dehnungsbewegungen mit häufigen Wiederholungen. Auch die Atlastherapie, bei der der Therapeut mit einer Fingerkuppe schnelle, kurze Impulse im Bereich des oberen Halswirbels gibt, um dadurch Blockaden zu lösen und Schmerzen zu lindern, gehört zum Feld des heute oft als „manuelle Medizin“ bezeichneten medizinischen Fachs.

Die Zusatzbezeichnungen „Chirotherapie“ oder „manuelle Medizin“ wird von den Ärztekammern nur an Ärzte vergeben, die eine entsprechende Ausbildung zusätzlich zu ihrer schulmedizinischen Ausbildung absolviert und die notwendigen Nachweise erbracht haben. Die Bezeichnung „Chiropraktiker“ ist dagegen kein geschützter Begriff und wird zum Beispiel auch von Heilpraktikern geführt.